

Fünf Jugendliche aus den Radebeuler Wohngruppen erklommen am Wochenende die Häntzschelstiege in der Sächsischen Schweiz sowie den Nonnensteig im Zittauer Gebirge.
Drei Tage Klettersteigabenteuer der Radebeuler Wohngruppen
Fünf motivierte Jugendliche aus den Radebeuler Wohngruppen machten sich mit den Betreuern Marvin & Christin auf den Weg zu einer dreitägigen Klettersteigfreizeit in die Sächsische Schweiz und ins Zittauer Gebirge. Das Ziel: Höhenluft schnuppern, Herausforderungen meistern und gemeinsam eine gute Zeit erleben.
Tag 1 – Warmwerden mit der Häntzschelstiege
Der Auftakt führte uns in die Sächsische Schweiz zur Häntzschelstiege. Zum „Warmwerden“ – zumindest laut Plan. Die Sonne meinte es allerdings so gut mit uns, dass wir uns ums Aufwärmen keine Gedanken mehr machen mussten. Dafür konnten wir uns ganz auf die ersten Leitern, Tritte und Felsstufen konzentrieren. Der Klettersteig war zwar anspruchsvoll, aber unsere Gruppe hatte keine Berührungsängste. Mit viel Mut, Teamgeist und der ein oder anderen motivierenden Zuruf-Einlage meisterten alle die Strecke souverän. Spätestens am Ende war klar: Alle hatten Blut geleckt und wollten mehr.
Auf der Autofahrt in die Sächsische Schweiz gab es noch einen kleinen Adrenalinschub außerhalb des Felses: Plötzlich sprang während der Fahrt der Kofferraum auf. Glücklicherweise blieb die Mehrheit des Gepäcks an Bord und außer einem kurzen Schreckmoment passierte nichts. Seitdem gehörte der Satz „Ist der Kofferraum wirklich zu?“ fest zum Standardprogramm. Am späten Nachmittag ging es weiter Richtung Zittauer Gebirge. Am Olbersdorfer See angekommen, wurden die Zelte aufgebaut und das Gelände kurz erkundet. Nach dieser ersten Herausforderung am Felsen durfte es zur Abwechslung einmal Fast Food statt Trekkingnahrung sein – also auf zu McDonald's. Anschließend beendeten wir den Tag mit der legendären Werwolf-Runde. Irgendwann siegte dann doch die Müdigkeit über die Dorfbewohner und Werwölfe.
Tag 2 – Hoch hinaus am Nonnensteig
Der zweite Tag hielt mit dem Nonnensteig die nächste Herausforderung bereit. Die Kletterei war anspruchsvoller und sorgte bei einigen für ordentlich Respekt. Doch Aufgeben war keine Option. Alle schafften den Aufstieg! Oben entschieden sich manche zwar für den etwas einfacheren Ausstieg – was in den Bergen genauso klug wie legitim ist – doch stolz konnten am Ende wirklich alle auf ihre Leistung sein.
Zur Belohnung gab es ein wohlverdientes Eis, das bei sommerlichen Temperaturen gleich doppelt so gut schmeckte.
Zurück auf dem Campingplatz wurde erst einmal im Olbersdorfer See gebadet, gespielt und anschließend gemeinsam Burger gegessen. Der perfekte Abschluss? Natürlich noch eine weitere ausgedehnte Werwolf-Runde. Langsam wurde klar: Nicht die Klettersteige waren die größte Herausforderung der Freizeit, sondern herauszufinden, wer nachts heimlich zum Werwolf wurde.
Tag 3 – Abschied mit Vollgas
Am letzten Morgen hieß es Zelte abbauen, alles verstauen (inklusive sorgfältiger Kontrolle des Kofferraums) und Abschied vom Campingplatz nehmen. Bevor es endgültig nach Hause ging, wartete noch ein letzter Programmpunkt: die Sommerrodelbahn. Mit mindestens genauso viel Begeisterung wie zuvor am Fels wurde hier noch einmal Gas gegeben.
Drei Tage voller Felsen, Gemeinschaft, Lagerleben, Werwolf-Runden und jeder Menge guter Laune liegen hinter uns. Besonders schön war zu sehen, wie gut sich die Jugendlichen verstanden, gemeinsam Herausforderungen meisterten und dabei auch die typischen Themen einer Freizeit miteinander teilten – von tiefgründigen Gesprächen bis zu völlig sinnfreien Diskussionen am Lagerfeeling.
Eine rundum gelungene Freizeit mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Erfahrungen und der Erkenntnis: Klettersteige machen süchtig und vor jeder Weiterfahrt sollte man sicherheitshalber noch einmal den Kofferraum kontrollieren.







