

Es ist immer wieder sehr beeindruckend, wenn sich der Hof von unserem „Haus am Czorneboh“ mit über 200 Motorrädern füllt, die unsere Kinder mit auf eine tolle Tour nehmen.
Eine tolle Gemeinschaft mit demselben Ziel
Wenn Sie jemanden im Landkreis Bautzen fragen, womit man die „Kinderarche in Wuischke“ in Verbindung bringt, fällt den meisten sofort das Bikertreffen und die Kinderheimausfahrt ein. Das ist mittlerweile schon eine echte Hausnummer – in diesem Jahr mit unglaublichen 300 Beteiligten!
Wolfgang Zettwitz und Bernd Gnauck von dem „Motorradfreunde Oberlausitz e.V.“ sind maßgeblich an dieser Hausnummer beteiligt. Die Geschichte der Kinderheimausfahrten ist zum großen Teil auch Teil ihrer Lebensgeschichte. Vor ihnen können wir nur den Hut ziehen und sagen im Rückblick der inzwischen 19. Ausfahrt am 29. August voller Dankbarkeit „Chapeau!“
Insgesamt 210 Motorräder rollten in diesem Jahr auf den Hof vom „Haus am Czorneboh“ und nahmen 61 Kinder und Jugendliche mit auf eine großartige Tour. Zuerst ging es zur „Blauen Lagune“ an den Berzdorfer See. Dort war neben einem zünftigen Mittagessen noch reichlich Zeit, um sich im Kletterpark zu betätigen. Weiter ging es – bis zur Vesperpause nach Wessel. Das ist ein Ortsteil von Radibor, wo uns der Heimatverein Wessel e.V. wahnsinnig gut mit 32 Kuchen verköstigt hat.
Für alle Helfer ist dieses Event eine Herzensangelegenheit und wir sagen von Herzen Dank dafür, denn hinter diesem Wochenende stecken unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, viel Engagement, Herzblut und die Bereitschaft, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.
Unvergesslich wird die jährliche Kinderheimausfahrt aber durch die kleinen Momente: Strahlende Kinderaugen stehen dabei ganz vorne an. Dann der Wind im Gesicht und das Knattern der Motoren. Was gibt es Schöneres, als die Kinder von diesen Momenten erzählen zu lassen. So findet Emely: „Dass so viele Menschen für uns da sind, ist schon etwas Besonderes, und dass die so ein großes Herz haben und uns mitnehmen mit ihren Motorrädern. Das hat ja auch mit Vertrauen zu tun.“
Stimmt, das hat etwas mit Vertrauen zu tun. Motorradfahren ist Vertrauen.
Vertrauen in die eigene Erfahrung. Vertrauen in die Maschine. Vertrauen in die Menschen, mit denen man unterwegs ist. Wer Motorrad fährt, weiß: Nicht jede Kurve lässt sich bis zum Ende einsehen. Trotzdem fährt man hinein. Nicht blind, sondern im Vertrauen darauf, dass man den richtigen Weg findet. So ist es auch im Leben. Wir kennen nicht immer das Ziel hinter der nächsten Kurve, aber wir lernen, weiterzufahren.
Jeder achtet auf den anderen. Niemand fährt die Strecke allein. Die Erfahrenen nehmen Rücksicht auf die Anfänger, die Gruppe wartet auf den Langsamsten, und man hilft sich, wenn jemand liegen bleibt.
Vielleicht ist genau das die wichtigste Lektion des Motorradfahrens: Nicht die stärkste Maschine bringt uns ans Ziel, sondern die Menschen, die den Weg mit uns teilen. Wir finden das inspirierend, weil es zeigt, wie einfach Gemeinschaft eigentlich sein kann. Man muss nicht dieselbe Meinung haben, nicht denselben Weg gehen und nicht dasselbe Motorrad fahren. Es reicht, sich gegenseitig mit Offenheit und Freundlichkeit zu begegnen.
Die Biker-Ausfahrt Wuischke ist dafür ein wunderbares Beispiel. Hier entstehen Freundschaften, hier wird geholfen, hier wird gemeinsam gelacht und gefeiert. Und genau das macht dieses Treffen so wertvoll. Die inspirierendste Geschichte von Wuischke ist vielleicht, dass sie jedes Jahr neu geschrieben wird. Nächste Ausfahrt 28.08.2027.













