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Für den Besuch von Conrad Clemens in unserem Kinderhaus „Sterntaler“ in Crimmitschau haben die Kinder ein Bild gemalt. Darauf zu sehen sind drei Erzieher:innen und viele viele Kinder. 

„Sterntaler“ wünschen sich vom Minister mehr Zeit für Kinder

Das große rote Ausrufungszeichen ist nicht zu übersehen. Was es bedeutet? Das kann ein Mädchen dem Kultusminister ganz genau erklären: „Wir wünschen uns mehr Erzieher und weniger Kinder“, sagt es. Für den Besuch von Conrad Clemens in unserem Kinderhaus „Sterntaler“ in Crimmitschau haben die Kinder ein Bild gemalt. Darauf zu sehen sind drei Erzieher:innen und viele viele Kinder. 

Wie schön wäre es, wenn es mehr Erzieher wären! Die Zeit hätten zum Basteln und Malen, zum Zuhören und Reden, zum Spielen und Toben! „Manchmal ist es bei uns viel zu laut“, erzählt ein anderes Mädchen dem Minister. „Dann wäre es schön, wir könnten uns in eine stille Ecke zurückziehen, wo uns eine Erzieherin in Ruhe vorliest.“

Diese Wünsche können unsere pädagogischen Fachkräfte den Kindern nur selten erfüllen. Gerade am Tag des Ministerbesuches ist es wieder so, dass sich wegen Urlaub und Krankheit eine Erzieherin um 19 Kinder kümmern muss. Da bleibt wenig Zeit zum Vorlesen, Zuhören oder ungestörten Spiel.

Schon lange fordern die Kitas in Sachsen deshalb eine Verbesserung des Personalschlüssels. Um dieser Forderung auch persönlich Ausdruck zu verleihen, hat Katrin Leschak, Leiterin des Kinderhauses „Sterntaler“, den Kultusminister jetzt zu sich eingeladen. „Wir wollen nicht nur meckern, sondern ganz praktisch zeigen, wo uns der Schuh drückt“, erklärt sie dem Minister im Ruheraum ihrer Kita: „Wie ist die Situation, was wünschen wir uns, welche Lösung kann es geben?“

Nach der kurzen Gesprächsrunde mit den „Sterntaler“-Kindern ziehen die Gäste dafür ins benachbarte Kinder- und Jugendheim um, wo sie in Ruhe eine Stunde über die Situation in den Kitas und mögliche Lösungen reden. Katrin Leschak und ihre Kollegin, Cornelia Förster aus der „Kinderoase“, sowie die Kita-Fachbereichsleiterin Franziska Decker berichten von den täglichen Herausforderungen in den Kitas. „Wir wollen gern alle Kinder gut begleiten“, betont Katrin Leschak, „und keinen verlieren auf dem Weg.“ Um das zu schaffen, seien Kitas auf mehr Unterstützung angewiesen. 

Die sicherte der Kultusminister in der Gesprächsrunde verbindlich zu. In der Folge des Kita-Gipfels zum neuen Bildungsplan in dieser Woche seien Gespräche zur Kita-Finanzierung geplant, die einen extra Landes-Pauschalbetrag pro Kind ab Januar 2027 vorsehen würden. „Damit wollen wir sichern, dass die Ressourcen dorthin kommen, wo die Herausforderungen sind“, so Clemens.

Nötige Investitionen in Kitas und Schulen, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort und Fragen der Erzieherausbildung waren weitere Gesprächsthemen, an denen sich auch Stefan Aurich, Bereichsleiter Bildung, Kultur und Sport der Stadt Crimmitschau, rege beteiligte. Nach einer guten Stunde verabschiedete sich der Minister – im Gepäck die Wünsche der Kinder gut sichtbar in dem Bild mit dem großen roten Ausrufungszeichen…

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